22. September 2021

Stundensatz ade: Unser Preismodell

Unser Job ist es, visuelle Ideen und Lösungen zu generieren. Eine solche Idee erscheint beim Duschen aus dem Nichts oder sie entsteht erst nach wochenlanger Knochenarbeit. Es ist extrem schwierig, einzuschätzen wie viel Zeit es benötigt, um auf eine gute Idee zu kommen.

Der Faktor Zeit ist auch für die Kundschaft schwierig einzuschätzen: Man bezahlt bei uns eher all die verworfenen Ideen, als das schlussendliche Resultat. So führt eine abgemachte Anzahl Stunden auch zu Unklarheit, weil man über Zeit spricht, anstatt über das gewünschte Ergebnis und dessen Wert.

Aus der Forschung weiss man, dass im Gehirn während der Entspannung dieselben Frequenzen aktiv sind, welche auch für Kreativität zuständig sind. Für eine gute Idee braucht es nicht nur Zeit, sondern auch Freizeit.

Freiheit (auch in der Zeiteinteilung) ist ein wichtiger Grundsatz unseres Unternehmens. Und so sagen wir dem Stundensatz ade.

In tagelanger Konzeptarbeit haben wir uns ein neues Modell ausgedacht, um unsere Preise passend zu den stets individuellen Gestaltungsprojekten zu definieren. Wenn der Messwert Zeit wegfällt, muss etwas anderes her: In einem Gespräch mit unserer Kundschaft reden wir nun über die Komplexität und den Umfang des Projekts und finden so gemeinsam den passenden Preis.

Ob «Kurz und bündig» oder «Mammutprojekt» – Unsere Preispäckli dienen mit Richtpreisen als Diskussionsgrundlage. Die Offerte von Brink ist ein offenes Gespräch. Bis das Bauchgefühl beider Seiten stimmt.

Was dabei wichtig ist: Wir definieren haargenau, was wir am Schluss liefern. Sei es die Lösung eines Problems oder die Gestaltung einer Visitenkarte – So sprechen wir über die Sache, das Ergebnis und dessen Wert.

Aus Guete!
Simon

PS: Möchtest du mehr über unser Preismodell erfahren? Ich freue mich über deine Nachricht per E-Mail!

10. September 2021

Mini Farb und dini: die Farbwahl für Brink

Mit dem Corporate Design für Brink wollen wir unsere Identität sichtbar und erlebbar machen. Neben der Schriftwahl sollen auch die gewählten Farben unsere Werte ausdrücken. Das ­Farbkonzept soll klar sowie simpel in der Anwendung sein:

Die Primärfarben für Brink setzen sich aus einem leuchtenden Grün sowie aus Weiss und Schwarz zusammen. Grün ist die Hauptakzentfarbe, ­welche unsere Neugier und unseren Mut zum Ausdruck bringen soll. Weiss und Schwarz halten das Design ruhig und neutral.

Die Sekundärfarben, bestehend aus ­einem satten Lila und einem warmen Gelb, ­bilden einen ­Kontrast zum Grün und harmonieren dennoch auch im Zusammenspiel. Die beiden Farbtöne wirken freundlich und werden vorwiegend als Akzentfarben eingesetzt.

Ein warmes Grau dient als ­Tertiärfarbe. Meist als Hintergrundfarbe im Einsatz (ja, auch hier!), wirkt der helle Farbton nahezu unsichtbar. Und doch erfüllt diese Farbe ­wichtige Auf­gaben: sie ist mit allen ­anderen ­definierten Farben kombinierbar, gibt Gestaltungen und Inhalten einen ­Rahmen und lässt diese freundlich wirken.

Spieglein, ­Spieglein…

Zuhören und Spiegeln von ­Erkenntnissen sind wichtige Bestand­teile in der Arbeitsweise von Brink. Das ­Farbkonzept wird daher mit einer ­entsprechenden «Spezialfarbe» ergänzt: ­Spiegel-­Silber. Dieser Eye­catcher bedarf in der Anwendung spezieller ­Materialität (Folie, Spiegelpapier) und kommt lediglich in ausgewählten Umsetzungen zum Einsatz:

Bild: Ruben Ung – Fotografie

In unserem Corporate Design gibt es neben Farbe und Schrift noch andere Elemente. Dazu berichte ich aber ein anderes Mal mehr.

Bis dahin, häbs guet!
Aline

PS: Hast du eine ­Lieblingsfarbe und warum? Ich freue mich über deine Nachricht per E-Mail!

3. August 2021

Identität im Gespräch ergründen

Der erste Schritt in unserem Prozess ist kein gestalterischer: Wir möchten unsere Kundschaft so gut wie möglich verstehen, um dieses Verständnis später in visuelle Elemente übertragen zu können. Deshalb starten wir ein Gespräch darüber, was das Projekt in seinem Kern wirklich ausmacht. Das ist oftmals auch für die Kund:innen eine Gelegenheit, über sich selber Erkenntnisse zu sammeln.

Zuhören und spiegeln

Dieser Identitätsworkshop ist als Interview angelegt. Wir stellen knifflige Fragen, welche das Warum des Projekts Stück für Stück enthüllen. Wir stellen weiterführende Fragen oder spiegeln unser Verständnis mit einer Rückfrage. Ansonsten hören wir vor allem sehr aufmerksam zu und erfassen das Gespräch möglichst genau.

Präzisieren und übersetzen

Unser Prozess ist ein stetiges Öffnen und Schliessen: Im Interview erweitern wir den Horizont. Im Nachgang grenzen wir ihn ein, indem wir das Protokoll des Gesprächs präzisieren. Welche Antworten beziehen sich auf das Warum, welche auf das Wie, welche z.B. bereits auf eine visuelle Stilistik? Wir formulieren die Schlussfolgerungen, welche grundlegend für den gestalterischen Teil sind.

Identität gestalten

Nach dem Identitätsinterview, das bis zu einem Nachmittag Zeit in Anspruch nimmt, beginnen wir mit der Gestaltung. Wir möchten die Eckpunkte der ergründeten Identität nun ins Visuelle übertragen. Auch hier arbeiten wir oft ganz eng mit unserer Kundschaft zusammen. Wir suchen in einem nächsten Schritt gemeinsam nach ersten gestalterischen Ideen und Elementen. Dazu ein Andermal mehr.

Hast du eine Idee für eine geschickte Identitätsfrage? Sende sie mir per E-Mail zu!

Häbs guet,
Simon

30. Juli 2021

Ein ­«lustiger» Raum für Brink

Wer Brink im schönen Liebefeld besucht, wird feststellen, dass wir uns seit unserem Einzug im Frühling bestens im Atelier eingelebt haben. Alle Dinge haben ihren Platz gefunden, die ersten Plakate schmücken die ­Wände und die Ideen fliessen. Hier fühlen wir uns wohl! Doch wie sind wir hier ­gelandet?

Zum Gründungsprozess von Brink ­gehörte natürlich auch die Suche nach dem passenden Atelier. Mehrere Wochen durchforschten wir Immobilien­plattformen und besichtigten einige ­interessante Räumlichkeiten. Bei der ­Suche waren uns diese Kriterien wichtig: Standort und Erreichbarkeit, Infrastruktur und Atmosphäre, monatlicher Mietzins und natürlich unser Bauchgefühl!

Ein Spielraum für Gestaltung

Durch Zufall stiessen wir auf den von der Verwaltung liebevoll genannten ­«lustigen» Raum in den Vidmarhallen. Der grosszügige Eingangsbereich mit Sitzkante und die spezielle Raum­aufteilung sind inspirierend und laden zum kreativen Austausch ein.

Da sind wir!

Die Arbeit fällt leichter, wenn man sich wohl fühlt. Dementsprechend ­haben wir unser Atelier eingerichtet: simpel, praktisch, gemütlich (und natürlich auch schön, wir sind ja schliesslich visuelle Menschen…😉). Bei uns kann man arbeiten, aber auch am Feierabend verweilen. So haben wir kürzlich das erste Trink mit Brink veranstaltet – ein wunderbares Fest mit vielen freundlichen Gesichtern. Danke an alle, die da waren!

Häbs guet und bis bald,
Aline

PS: Du möchtest auf einen Schwatz und eine Tasse Kaffee bei uns vorbeischauen? Melde dich – wir freuen uns über Besuch!

13. Juli 2021

Bananen auf dem Berg: Die Schriftwahl für Brink

In der Identität von Brink ist Freiheit eine wichtiger Grundstein. Übersetzt ins Visuelle bedeutet das, dass wir ­mutig und neugierig wirken wollen. Dazu kommt, dass wir möglichst simpel gestal­ten möchten. Basierend darauf ­haben wir Schriften ausgewählt, welche diese Ideen verkörpern:

Beide Schriften basieren auf klassischen Schriftstilen und sind auf das Wesentliche reduziert. Trotzdem wurden die Schriften mit einigen mutigen und unkonventionellen Details konzipiert:

Im Buchstaben «a» kann man das gut ­sehen. Der obere Bogen kippt optisch leicht nach links und im Bauch des Buchstabens ist beinahe ein freundliches Lachen ­erkennbar. Weil die Buchstaben ähnliche Schwerpunkte aufweisen, sind sie trotz ­unterschiedlichem Schriftstil perfekt kombinierbar.

Das Zeichnen von Schriften ist ein ­präzises Handwerk und eine eigene grafische Königsdisziplin. Auf dem Markt gibt es unzählige Schriften von ­unterschiedlicher Qualität, daher haben gute Schriften ihren Preis und es erfordert eine umfangreiche ­Recherchearbeit, um passende Schriften zu finden.

Neben Charakter und Wirkung der Schriften sind bei der Auswahl viele weitere Kriterien nötig. Für Brink waren uns folgende Eigenschaften ­besonders ­wichtig: Qualität der Schriftzeichnung, Kombinierbarkeit, Anwendbarkeit und Lesbarkeit sowie der Umfang des Zeichensatzes. Mit der Schriftwahl fühlen wir uns wohl und die Gestaltung damit macht uns grosse Freude!

In unserem Corporate Design gibt es neben Schrift natürlich noch viele weitere Elemente. Dazu aber ein anderes Mal mehr.

Viu Gfröits,
Aline

PS: Hast du eine Lieblingsschrift und warum? Ich freue mich über deine Inputs per E-Mail!

5. Juli 2021

Warum es Brink gibt

Lange, bevor Brink wirklich real wurde, haben wir uns viele Fragen gestellt. Was wir möchten, was wir nicht möchten, wie wir arbeiten wollen, was unser Fokus sein wird und besonders: Warum wir das eigentlich tun. Aus diesem Warum leiten wir die gesamte Art und Weise ab, wie wir als Unternehmen funktionieren.

Freundschaft

Wir sind Freunde! Ein grosser Wunsch, gemeinsam zu arbeiten, besteht schon lange. Wir ergänzen, kritisieren und motivieren uns. Aber nicht nur emotional, sondern auch strategisch ist Freundschaft essenziell: Sobald Mitgestaltung und gegenseitige Offenheit im Mittelpunkt stehen, macht es für unsere Kundschaft und uns mehr Spass und das Ergebnis wird zu etwas Eigenem.

Freundschaft definieren wir für unsere Arbeitsmethodik wie folgt: Wir sind authentisch und fair. Wir gestalten kollaborativ und neugierig. Wir beobachten und spiegeln. In diesem Verständnis von Freundschaft agieren wir als Unternehmen nach aussen und auch im Gestalten von Erscheinungsbildern.

Freiheit

Wann und wie wir arbeiten, welche Kultur wir pflegen, was wir tun: Wir können jedes Detail selber prägen. Es geht also um die Freiheit, sich auch während der Arbeitszeit selber treu sein zu dürfen. Das gilt auch für Gestaltung: Wenn sie nicht nur von Zielgruppe oder von Differenzierung ausgeht, sondern von Identität, wirkt sie authentischer und findet Gleichgesinnte.

Wir nehmen uns die Freiheit, als Unternehmen genau nach unseren Vorstellungen zu arbeiten: Wir sind mutig und anspruchsvoll. Wir gestalten simpel und stringent. Wir präzisieren und übersetzen. In diesem Verständnis von Freiheit treffen wir alle relevanten Entscheide und gestalten unsere Prozesse.

Was bedeutet dein Warum für dich? Weisst du bereits, wieso du tust, was du tust?

Gueti Zyt,
Simon

PS: Lies im Blogbeitrag über das Warum, weshalb es wichtig ist, in der Unternehmensidentität mit der Frage nach dem Grund zu starten.

24. Juni 2021

Start with why

Warum gehst du arbeiten?

Die Antwort auf diese Frage beschreibt deinen Antrieb genauer, als was du arbeitest oder wie du arbeitest.

Dass du Schreiner:in bist (was), beschreibt noch keine Motivation. Dass du nur das beste Holz verbaust (wie), schon eher. Tust du es aber, um eine Familie zu ernähren oder deine handwerkliche Leidenschaft auszuleben (warum), arbeitest du sicherlich fleissig und genau.

Warum du arbeitest, beeinflusst also, wie gut du darin bist.

Damit du erfolgreich bist und von deiner Kundschaft verstanden wirst, lohnt es sich, wenn deine Kund:innen dein Warum spüren. Der amerikanische Autor Simon Sinek argumentiert in seinem Buch «Start with Why» wie folgt: «People donʼt buy what you do, they buy why you do it.». Als Beispiel: Der deutsche Autobauer BMW wirbt mit dem Claim «Freude am Fahren». Dieser Satz beschreibt perfekt, warum es BMW gibt und gleichzeitig, warum sich Menschen einen BMW kaufen. Der Claim bedient also das gemeinsame Gefühl, welches BMW mit seinen Kund:innen vereint und ist dazu ein grosses Qualitätsversprechen.

Mit Brink versuchen wir, dieses Prinzip auf die Gestaltung eines Auftritts zu übertragen. Wir starten damit, herauszufinden, was das «why» unserer Kund:innen ist, indem wir Fragen zur Identität stellen, gut zuhören und filtern, welcher Teil der Antwort vom Warum handelt. Sobald wir diesen Antrieb gefunden haben, finden wir Gestaltungselemente, welche dazu passen.

Kennst du dein Warum bereits? Unseres ist Freundschaft und Freiheit. Dazu dann aber mehr im nächsten Blogbeitrag.

Aus Guete,
Simon

PS: Möchtest du mehr über «Start with why» erfahren? Schau dir den berühmten Vortrag von Simon Sinek auf Youtube an. Oder schreibe mir eine E-Mail.

10. Juni 2021

Was ist visuelle Identität?

Der Fokus von Brink liegt bei der Kreation von visuellen Identitäten. Doch was genau ist damit gemeint? In der Marketingtheorie ist die visuelle Identität (Corporate Design) fester Bestandteil der Unternehmensidentität (Corporate Identity). Diese beinhaltet die Unternehmenskultur, die Sprache, das Verhalten und das Aussehen einer Firma. Wie der Name schon sagt, geht es bei der visuellen Identität um alles Sichtbare: Das Erscheinungsbild wird geprägt von den Grundbausteinen Typografie, Farbe, Logo und Bildwelt. Je nach Weiterentwicklung der visuellen Identität werden weitere Komponenten ergänzt, wie beispielsweise andere grafische Elemente, spezielles Papier oder sogar Möbel für die Büroeinrichtung. Das Design wird so nicht nur optisch sondern auch haptisch erlebbar.

Die meisten Menschen reagieren schnell auf visuelle Reize. Viele gehen deshalb davon aus, dass sich ein Design differenzieren muss und möglichst gefallen soll. Brink glaubt etwas anderes: Als erster Berührungspunkt und als wichtigster Wiedererkennungs­faktor sollte die visuelle Identität in erster Linie die Werte und Ideen hinter dem Unternehmen, der Marke ­oder dem Projekt sichtbar machen. Design darf auch Ecken und Kanten haben – aber echt sollte es sein! Ein Erscheinungsbild inspiriert und überzeugt Gleichgesinnte durch den authentischen Auftritt, ganz nach dem Motto «What you see, is what you get». Klingt logisch, oder?

Viu Gfröits,
Aline

PS: Hast du Fragen zum Thema visuelle Identität? Melde dich bei mir!

2. Juni 2021

Brink am Start

Bern hat eine neue Agentur: Wir sind am Start, mit Atelier in der Vidmar, hohen Ansprüchen und kleiner unternehmerischer Erfahrung. Für Aline und mich ein Traum seit langem, haben wir das letzte halbe Jahr über diesem Baby gebrütet. Und nun stehen wir da, mit hochgekrempelten Hemdsärmeln und freuen uns auf erste Anfragen, Hochs und Tiefs, Apéros im Atelier (Motto: Trink mit Brink!) und alles, was kommt.

Hier im Journal darfst du in Zukunft lesen, was uns bewegt. Einer unserer Grundsätze ist, dass wir teilen, was wir wissen. In letzter Zeit haben wir uns vieles beibringen müssen – somit gibt es auch zu teilen. Wie wir aufgestellt sind, welche Tools wir nutzen, was uns in der Gründungszeit beschäftigt hat, was unser «Why» ist, wie wir gutes Design erkennen... Kurz: Du darfst gespannt sein.

Prost!
Simon

PS: Die Webseite ist endlich live. Klick dich rein!

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